Lügensteinmuseum Würzburg
Besondere Merkmale:- Museumscafé.
- Museumsshop.
Ein Wissenschaftsskandal erschüttert das barocke Würzburg: Im Jahr 1725 steht Professor Johann Beringer, der oberste Mediziner Würzburgs, vor einem unglaublichen Fund: Rund 2000 Steine mit sonderbaren Figuren – Insekten, Frösche, Pflanzen, Vögel, Sonnen und sogar hebräische und arabische Schriftzeichen – wurden in einem nahegelegenen Weinberg entdeckt. Damals ist die Entstehung von Fossilien noch ein ungelöstes Geheimnis, und viele Gelehrte glauben fest daran, dass sich die gesamte Erdgeschichte aus der Bibel ableiten lässt. Wie kamen die rätselhaften Steine nach Eibelstadt? Und wie sind sie entstanden?
Beringer veröffentlicht eine wissenschaftliche Arbeit über die Steine. Doch in den kommenden Jahren erkennt er, dass er Opfer einer Fälschung geworden ist – ein Skandal, der seine Reputation bedroht. War es ein dummer Jungenstreich? Eine Intrige zur Diskreditierung eines Kollegen? Bis heute sind die wahren Hintergründe der Vorfälle ungeklärt. Um die wundersamen „Lügensteine“ ranken sich seither zahlreiche Legenden. Sie wurden sogar selbst zu gefragten Sammlerstücken.
In der interaktiven Ausstellung des Lügensteinmuseums werden die Besuchenden selbst zu Forschenden: Hier können sie Spuren lesen, Indizien deuten, und eigene Schlüsse ziehen zu einem der bekanntesten Wissenschaftsskandale Deutschlands.
Eintrag zuletzt geändert am 24.11.2025