Eva 1900. Skulpturen einer Umbruchszeit
04.05.2027 - 07.11.2027 ,
Alte Pinakothek
- Museumscafé.
- Museumsshop.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen fünf Eva-Skulpturen von Künstlern wie Auguste Rodin und Jean Baptiste Carpeaux, die den inneren Konflikt der biblischen Figur ausloten: Scham, Schuld, Erkenntnis und Rebellion spiegeln sich in Körperhaltung, Mimik und Oberflächengestaltung.
Eva ist jedoch mehr als eine Figur der Genesis. Im 19. Jahrhundert wurde sie zur Projektionsfläche für wachsende Konflikte um Weiblichkeit und Emanzipation. Während durch Entwicklungen wie die Industrialisierung, Säkularisierung und das Erstarken des Bürgertums traditionelle Rollenbilder aufbrachen, verharrten Kirche, Wissenschaft und Politik in reaktionären Mustern. Doch gleichzeitig formierte sich Widerstand. Die ersten Frauenbewegungen nutzten den Eva-Mythos, um ihn umzudeuten – von der Sünderin zur ersten Rebellin der Geschichte.
Ausgehend von den ambivalenten Eva-Darstellungen der Zeit um 1900 eröffnet die Ausstellung Perspektiven auf aktuelle Debatten zu Gleichberechtigung, Körperlichkeit und Macht.
Eintrag zuletzt geändert am 21.07.2026