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Stiftsmuseum

Eine mittelalterliche Schatzkammer mit Objekten aus Silber, Bergkristall und Gold sowie kostbaren Buchmalereien verbirgt sich im ehemaligen Stiftskapitelhaus. Im Zentrum steht der berühmte „Magdalenen-Altar“ aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. (um 1525): prachtvolle Tafelgemälde mit lebensgroßen Darstellungen von Heiligen, die die Auferstehung Christi flankieren. Der mittelalterliche Stiftsschatz St. Peter und Alexander gehört nicht von ungefähr zu den bedeutendsten Ensembles seiner Art in Deutschland. Darüber hinaus befinden sich im Stiftsmuseum weitere bedeutende Exponate zu den Themen Archäologie, Kunst des Mittelalters und der Renaissance sowie sakrale Kunst des Barock. Ausführlich dargestellt wird die Besiedelung des Maintals seit der ältesten Steinzeit bis ins frühe Mittelalter. Zu sehen sind u. a. das vollständige Inventar eines Friedhofs der Urnenfelderzeit, Funde des römischen Grenzkastells Stockstadt und frühmittelalterliche Grabinventare von fränkischen Friedhöfen aus der näheren Umgebung. Die kirchliche Kunst aus dem 13. bis 19. Jh. wird repräsentiert durch Tafelbilder, Skulpturen – u. a. ein Relief der Geburt Christi von Tilman Riemenschneider (um 1510) –, Paramente, liturgische Geräte, Bauplastik, Glocken und Volkskunst.Zum besonderen Charakter des Stiftsmuseums tragen auch die erhaltenen historischen Räume bei: der Kapitelsaal des 12./13. Jh., der „Paramentenraum“ mit farbiger Stuckdecke von 1723, außerdem der ehemalige Stiftskarzer, der „Gotische Saal“ (13. Jh.), das Kanonikerzimmer und der neue Kapitelsaal, in denen wesentliche Teile der originalen Ausstattung aus der Zeit um 1620 bewahrt sind. Die angrenzende spätromanische Stiftskirche mit ihrem berühmten Kreuzgang ist Zeugnis für die kultur- und kunstgeschichtliche Bedeutung Aschaffenburgs als geistliches Zentrum im Mittelalter.

Eintrag zuletzt geändert am 24.10.2023

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