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30 Jahre Landpartie! Elf Museen im Umland von München laden herzlich ein!

Idyllisch? Ja! Überraschend? Auch! Kreativ? Unbedingt! „Landpartie“ nennt sich der Verbund von Museen und Galerien in der Region rund um München. Er wurde 1996 gegründet, um auf die abwechslungsreiche und eigenständige Museumslandschaft unweit der Großstadt aufmerksam zu machen. Die Museen in Dachau, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Ismaning, auf dem Jexhof in Schöngeising, in Starnberg und Wolfratshausen bieten einzigartige Sammlungen und Ausstellungen zu Kultur und Geschichte und zum zeitgenössischen Kunstschaffen in der Region. Aufregend: im Jubiläumsjahr wird es sinnlich…

Ein schöner Spaziergang am Starnberger See, auf dem Künstlerweg in Dachau oder eine Himbeertorte auf der Terrasse des Kallmann-Museums im Schlosspark in Ismaning? Die Landpartie verbindet schöne Ausflugsziele und elf Museen in Oberbayern, die sehenswerte Einblicke in regionale Besonderheiten geben und somit dem Kulturangebot ihrer großen Schwester München in nichts nachstehen. Ganz klar: auch außerhalb Münchens lohnt es sich, auf Museumsschatzsuche zu gehen! 

Mit allen Sinnen

Eine abwechslungsreiche Museumslandschaft unweit der Großstadt: die Museen in Dachau, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Ismaning, auf dem Jexhof in Schöngeising, in Starnberg und Wolfratshausen bieten einzigartige Sammlungen und Ausstellungen zu Kultur und Geschichte und zum zeitgenössischen Kunstschaffen in der Region. 

Die Museen befinden sich in reizvoller landschaftlicher Umgebung und an historischen Orten. Der nächste lauschige Biergarten, die nächste schöne Terrasse oder urige Traditionsgaststätte ist nie weit entfernt! Ihr könnt schöne Spaziergänge an Isar und Amper, um den Starnberger See, im Ismaninger Schlosspark oder im Stadtpark Erding machen - so wird der Museumsbesuch zu einer entspannten Landpartie. 

Zum 30-jährigen Jubiläum laden die Museen des Verbunds zu einer Ausstellungsreihe ein, in der sich die einzelnen Häuser ganz unterschiedlich an das Thema „Mit allen Sinnen“ annähern.

SINNE - Zur Kulturgeschichte unserer Wahrnehmung - Dachau

Das rosafarbene Gebäude des Dachauer Bezirksmuseums
© Stadt Dachau; Foto: Pascale Töpperwien
Blühende Bäume vor dem Dachauer Schloss
© Stadt Dachau
Schwarzes Hörrohr, das aussieht wie eine Pfeife
© Dachauer Galerien und Museen; Foto: Peter Brunner
Porzellanpagageien, die Rauch absaugen sollen
© Dachauer Galerien und Museen; Foto: Peter Brunner

Bezirksmuseum Dachau, 24. April 2026 bis 28. Februar 2027 

Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten - unsere Sinne sind das Tor zur Welt. Mit ihnen erschließen wir unsere Umwelt und orientieren uns im Alltag. Wie selbstverständlich wir sie nutzen und welche Bedeutung sie für uns haben, wird uns oft erst dann bewusst, wenn sie eingeschränkt sind, zeitweilig oder vollständig ausfallen. 
Testet eure Sinne: euch eine begehbare Camera obscura, die auf eindrucksvolle Weise die Funktion unserer Augenlinse nachbildet. Sie und weitere stark vergrößerte Modelle unserer Sinnesorgane geben Einblick in ihre Funktionsweise und veranschaulichen zugleich deren Komplexität.
Eine Reihe von Amuletten aus der Sammlung des Bezirksmuseums dokumentiert, wie die Menschen früher Zuflucht im Glauben und Aberglauben suchten, wenn ihre Sinnesorgane beeinträchtigt waren. Eine Vielzahl von heute nicht mehr gebräuchlichen, zum Teil äußerst seltenen Hilfsmitteln verdeutlicht, wie sich die Wissenschaft weiterentwickelt hat. Historische Duftgefäße des 17. bis 20. Jahrhunderts zeigen eindrucksvoll den langen Weg des Wohlgeruchs vom kostspieligen Privileg zum erschwinglichen Duft für Alle.

Das Bezirksmuseum Dachau: im historischen Kastenamt werden mehr als 2000 Gegenstände zur Kulturgeschichte und Volkskunde Dachaus und seines Umlands ausgestellt. Besonders sehenswert sind der Kammerwagen mit der Aussteuer einer Braut aus der Zeit um 1900 und die Sammlung der berühmten Dachauer Trachten.
 

Meer im Stein - Ismaning 

Kraterartige Steinlandschaft in weiß-grauen Tönen
© Eduardo Palomares

Kallmann-Museum Ismaning, 26. April bis 26. Juli 2026 

Eduardo Palomares geht in einer raumgreifenden Installation mit dem Titel „Meer im Stein“ in der Galerie im Schlosspavillon der vielschichtigen Beziehung des Menschen zum Salz nach. 

Das Kallmann-Museum: idyllisch im alten Schlosspark gelegen,  ist es dem Maler Hans Jürgen Kallmann (1908–1991) gewidmet, der vor allem durch seine psychologisch einfühlsamen Porträts bedeutender Persönlichkeiten Bekanntheit erlangte. Neben Kallmanns Werk zeigt das Museum jährlich mehrere Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst - auch im Schlosspavillon.

Engelsgleiche Kunst und saures Kraut - Wolfratshausen

© Adrian Greiter
© erlebe.bayern - Peter von Felbert
© Adrian Greiter
© erlebe.bayern - Peter von Felbert
© erlebe.bayern - Peter von Felbert

Museum Wolfratshausen, am 26. April 2026 um 15 Uhr

Die Geschichte wird bei dieser einstündigen “Sinnesführung” erfahrbar gemacht: die Besucher können spüren, riechen und schmecken, wie das Leben in Wolfratshausen früher war. 

Das Museum Wolfratshausen: die Loisach, Lebensader und für die Entwicklung der Stadt sehr wichtig, durchzieht auf einem Wandbild die Ausstellung von Nord nach Süd. „Stadt am Wasser“ lautet der Name des Raumes, der sich mit dem Leben an und mit der Loisach auseinandersetzt. Zwei weitere Räume sind dem Traditionsgewerbe Wolfratshausens gewidmet – der Flößerei. Weitere charakteristische Themen der Stadt sind das Bürgertum und Gewerbe sowie die Sommerfrische der Bohème zur Jahrhundertwende.

Mit allen Sinnen – Die Geschichte des Asamgebäudes - Freising

Marienplatz in Freising mit Kirche und Asamgebäude
© Touristinfo Freising; Foto: Rainer Lehmann
Domberg in Freising mit Kirchtürmen und Kloster
© erlebe.bayern - Dietmar Denger
Blick aus dem Fenster auf den Marienplatz in Freising mit Mariensäule
© Museen in Bayern/Nathalie Schwaiger
Schulpult und Marienbild in der Ausstellung
© Museen in Bayern/Nathalie Schwaiger
Treppenhaus des Museums mit Schriftzug und Holzgeländer
© Museen in Bayern/Nathalie Schwaiger

Stadtmuseum Freising,  6. Mai bis 30. August 2026 

Das Stadtmuseum Freising: im barocken Vierflügelbau bietet es eine faszinierende Zeitreise durch die Stadtgeschichte. Rund 350 Objekte – von archäologischen Funden bis zu Kunstwerken – und interaktive Medienstationen laden dazu ein, Freisings reiche Vergangenheit zu entdecken.

Ohne Worte – Schönes, Skurriles & Rätselhaftes - Erding

Stadtansicht von Erding mit Kirchtürmen
© Lucie Wurzer Fotografie
Historisches lauten-artiges Musikinstrument aus Holz
© Museum Erding
© Museum Erding
Museumsgebäude mit gold-verkleidetem modernen Anbau

Museum Erding, 8. Mai 2026 bis 31. Mai 2027

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte: die Sonderausstellung präsentiert einen bunt gemischten Blumenstrauß an Objekten. Kunstwerke, Kurioses und Alltagsgegenstände aus der „Herzkammer eines jeden Museums“, dem Museumsdepot, werden gezeigt. Das jeweilige Objekt steht im Vordergrund, die Informationen dazu kann der Besucher erst in einem zweiten Schritt selbständig entdecken, z. T. multisensorisch an Hör-, Riech- und Taststationen. Denn die dazugehörigen Geschichten, die überliefert sind, bringen schließlich die auf den ersten Blick vermeintlich „stummen Objekte“ zum „Sprechen“. Manche Dinge jedoch, bleiben für immer ein Rätsel.

Die Präsentation lässt zugleich charmant und exklusiv in die museale Sammlungsarbeit des Erdinger Stadtmuseums blicken: Wie und warum werden Dinge, Erinnerungen oder Informationen aus Vergangenheit und Gegenwart im Museum bewahrt und präsentiert.

Das Museum Erding: den Grundstock legte der Erdinger Schuhmachermeister Anton Bachmair 1856. Damit zählt es zu den ältesten kommunalen Museen in Bayern. Seit 1986 befindet es sich im Antoniusheim in der Prielmayerstraße und hat mit dem modernen Neubau eine wichtige Erweiterung erhalten.

Sinn und Gesellschaft – Das Museum als Atelier - Starnberg

Historisches Fischer- und Bauernhaus im Museum Starnberger See
Das historische Lochmannhaus aus dem 16. Jahrhundert © Museum Starnberger See
Historisches Gondelschiff mit Delfinfigur am Bug
Das königliche Gondelschiff Delphin © Museum Starnberger See. Foto: Julia Schambeck
Museumscafé im Hof des Museums
© Museum Starnberger See

Museum Starnberger See, 17. Mai bis 13. September 2026 

Das Museum am Starnberger See wird ab 17. Mai zum Künstlerinnenatelier. Ergül Cengiz, Gretta Louw, Anna Schölß und Esther Zahel laden Besuchende ein, mitzuwirken an einem sich stetig wandelnden Raum zum Spielen, Gestalten, Begegnen, Denken, Diskutieren oder einfach nur sein. 

Das Museum Starnberger See: der letzte König Bayerns eröffnete es 1914. Highlights sind das historische Lochmannhaus im alten Obstgarten. Und "Der Delphin", das einzige vollständig erhaltene Boot der königlich-bayrischen Prunkschiff-Flotte, ist heute im modernen Anbau zu bewundern.

Kraut, Torf und Odel… Die verschwundenen Gerüche Ismanings 

© Schlossmuseum Ismaning
Nostalgische Duftpostkarte, auf der eine Zeichnung von einer Hand ist, die einen Blumenstrauß hält
© Schlossmuseum Ismaning
Das Museum in einem historischen, gelben Gebäude, gesehen vom Park mit Flieder
© Inlaicos. Foto: Christian Günter

Schlossmuseum Ismaning, 18. Mai bis 18. Oktober 2026 

Das Schlossmuseum Ismaning: die Dauerausstellung versetzt euch zurück ins 19. Jahrhundert, als der Stiefsohn Napoleons, Eugène de Beauharnais, und seine Gemahlin Auguste Amalie, Tochter des Bayerischen Königs Max I. Joseph, hier residierten.

Löcher und andere Fallen – Arbeiten von Judith Egger und Oliver Westerbarkey - Dachau

Netzartiges Kunstwerk aus floralen und botanischen Strukturen
Wildfalle Hard Edge © Oliver Westerbarkey 

Gemäldegalerie Dachau, 21. Mai bis 16. August 2026 

In ihren künstlerischen Arbeiten beschäftigen sich Judith Egger und Oliver Westerbarkey vor allem mit unterirdischen Daseinsformen der Natur. 

Die Gemäldegalerie Dachau: im Herzen der Altstadt dokumentiert sie mit ca. 200 Landschaftsbildern und einigen ausgewählten Skulpturen die Entstehung und Entwicklung der Künstlerkolonie Dachau von der Zeit als die Maler die Schönheit der Mooslandschaft entdeckten bis weit ins 20. Jahrhundert hinein.

Du = Wir | Fürstenfeldbrucker Stadtgeschichte(n) 2026 

Außenansicht des Museums

Museum und Stadtraum Fürstenfeldbruck, 22. Mai bis 20. September 2026

Die Ausstellung macht die historische und aktuelle Bedeutung fünf bedeutsamer Orte in Fürstenfeldbruck zwischen Viehmarktplatz und Brucker Westen sowohl im Museum als auch im Stadtraum mit allen Sinnen erfahrbar machen.

Das Museum Fürstenfeldbruck: befindet sich in den großzügigen Räumen der ehemaligen Klosterbrauerei in Fürstenfeld. In den Abteilungen Kloster Fürstenfeld, Leben in Druck um 1900 und Römer, Kelten, Bajuwaren vermittelt es wichtige Bereiche der regionalen Kultur und Geschichte.