Thomas Bayrle. Stadt, Land, alles im Fluss
28.02.2026 - 17.05.2026 ,
Museum im Kulturspeicher Würzburg (Museum in the Culture Granary Würzburg)
- Bayerischer Museumspreis 2005.
- Museum café.
- Shop.
Thomas Bayrle gehört zu den bedeutendsten Pop-Art-Künstlern in Deutschland. Ihm widmet das Museum im Kulturspeicher (MiK) Würzburg mit großer Freude erstmals eine Einzelausstellung.
Im Zentrum der Würzburger Ausstellung, wie es der Titel Stadt, Land, alles im Fluss bereits ankündigt, stehen Kunstwerke, die sich entweder mit dem urbanen und ländlichen Lebensraum oder mit der Verkehrsthematik auseinandersetzen. Mit dieser Akzentsetzung soll eine inhaltliche Verzahnung mit der spezifischen Topographie und Stadtgeschichte Würzburgs nach 1945 geschaffen werden. Denn hier fokussieren sich – wie in einem Brennglas – die hochaktuellen gesellschaftlichen Diskurse über das Stadt-Land-Gefälle und die Utopien einer autogerechten Stadt auf einzigartige Weise.
Würzburg wurde 1945 nahezu vollständig zerstört und anschließend modern wiederaufgebaut, wobei die mittelalterliche, kleinteilige und labyrinthartige Struktur der Straßenzüge weitgehend erhalten blieb. Zugleich ist Würzburg sichtbar landwirtschaftlich geprägt – etwa durch den Weinanbau – und als Universitätsstandort mit großstädtischen Infrastrukturen ausgestattet.
Viele Werke Bayrles zeichnen sich durch ihre serielle Werkgenese und extrem dichte Bildräume mit kaum leeren Flächen aus. Dieses Stilmerkmal spiegelt das Würzburger Lebensgefühl auf kongeniale Weise wider, das durch enge und eingeschränkte Wohn- und Bewegungsräume geprägt ist.
In Würzburg bündeln sich damit wie in einem Brennglas hochaktuelle gesellschaftliche Diskurse: das Stadt-Land-Gefälle, Fragen nach Mobilität sowie die Utopien und Grenzen der autogerechten Stadt. Diese Themen bilden den konzeptuellen Resonanzraum der Ausstellung.
Last edited on 21.02.2026