Der Stein, der brennt und heilt
10.12.2025 - 06.06.2026 ,
Geigenbaumuseum (Violin making museum)
Die Sonderausstellung präsentiert mit dem jahrhundertealten Ölschieferbergbau ein bedeutendes Kapitel Regionalgeschichte des Karwendels dies- und jenseits der Grenze zwischen Bayern und Tirol.
Die schwarzen, brennbaren und stark riechenden Spuren im Karwendelgebirge sind der Sage zufolge das getrocknete Blut des Riesen Thyrsus. Dieser wurde im Kampf mit dem Riesen Haymon in der Nähe von Seefeld verwundet, flüchtete in die Berge und starb dort mit den Worten: „Geh hin mein Bluet, sei für Vieh und Leut guet.“ Als Thyrsenblut oder Dirschenöl wurde das Steinöl daher auch bezeichnet. Anwendung fand und findet das Öl vor allem im medizinischen Bereich. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch Asphalt aus dem Rohöl gewonnen.
Die Ausstellung enthüllt die sagenhafte wie geologisch spektakuläre Geschichte des Ölschiefers, der Gewinnung, des Vertriebs (u.a. durch den Mittenwalder Hiasele) sowie der Verwendung des Steinöls. Objekte aus der Maximilianshütte in Reith bei Seefeld und weiterer Leihgebender erzählen die grenzüberschreitende Geschichte dieses besonderen Bergbaus im oberen Isartal, am Seefelder Plateau und am Achensee sowie im Bächental vom 17. Jahrhundert bis heute.
Ein nachgebauter Stollen macht den Besuch der Ausstellung zu einem einzigartigen Erlebnis für Jung und Alt.
Last edited on 23.12.2025