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UNBEKLEIDET/AUSGEZOGEN

Der Akt in der kunsthistorischen Forschung

16.04.2026 - 02.10.2026 ,
Zentralinstitut für Kunstgeschichte

Besondere Merkmale:
Freier Eintritt.
Barrierefreiheit
nicht barrierefrei
Öffnungszeiten
Heute geöffnet 09:00-20:00 Uhr
Adresse
Katharina-von-Bora-Str. 10
80333 München

Seit den Anfängen der Kunstgeschichte zählt der Akt zu ihren zentralen, zugleich aber umstrittenen Forschungsgegenständen. An der Darstellung des unbekleideten menschlichen Körpers erprobte die Disziplin ihre Methoden, Deutungsansätze und Grenzen über Epochen und Medien hinweg.
Die Ausstellung UNBEKLEIDET/AUSGEZOGEN beleuchtet diese Forschungsgeschichte und fragt zugleich nach der aktuellen Brisanz des Aktes. Der Titel verweist auf die Künstlichkeit der Nacktheit: ‚unbekleidet‘ bezeichnet die Negation eines Zustandes, ‚ausgezogen‘ verweist auf Nacktheit als Ergebnis eines Prozesses der Entkleidung. Der Akt erscheint so als Produkt ästhetischer, sozialer und schließlich auch machtpolitischer Konstellationen – wobei in der Trias von Modell, Künstler/in und Publikum nicht immer ausgemacht ist, wer über wen Macht ausübt.
In 13 Kapiteln spannt die Ausstellung den Bogen von Johann Joachim Winckelmann bis zu feministischen, queeren und postkolonialen Perspektiven. Vor dem Hintergrund heutiger Debatten um Körperbilder und Sensibilitäten zeigt sie den Akt als historisch wandelbaren Schauplatz gesellschaftlicher Aushandlungen.

Eintrag zuletzt geändert am 05.03.2026

Weitere Informationen

Zugehöriges Museum

Museum / Ausstellungshaus: Zentralinstitut für Kunstgeschichte

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Ort: München