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„Alles rief Heil"

Ein Stuhl, auf dem der Weg in Diktatur und Vernichtung begann

08.11.2023 - 06.12.2023 ,
Valentin-Karlstadt-Musäum

  • Museumscafé.
  • Museumsshop.

Vor 100 Jahren, am 8.11.1923, überfiel Adolf Hitler mit einem bewaffneten Stoßtrupp, eine Versammlung vaterländischer Verbände im Bürgerbräukeller (heute: Gasteig). Um sich Gehör zu verschaffen, stieg er auf einen Stuhl und gab einen Schuss in Richtung Decke ab. Er schrie: „Die nationale Revolution ist ausgebrochen. Die bayerische Regierung ist abgesetzt. Die Reichsregierung ist abgesetzt. Eine provisorische Reichsregierung wird gebildet.“ Der Putschversuch scheiterte bereits einen Tag später und doch markiert das Ereignis den Beginn des deutschlandweiten Aufstiegs Adolf Hitlers und das Ende der damals noch jungen Demokratie.

Die Installation „Alles rief Heil“ vor dem Isartor, zeigt symbolisch den Beginn des Hitlerputsches, und damit auch den Beginn der Abschaffung der Demokratie mit den Mitteln von Gewalt, Propaganda und Einschüchterung. Der Stuhl als Hauptelement der Installation, ist der künstlerische Appell an die Gesellschaft, sich den rechtsextremistischen, antisemitischen und menschenfeindlichen Tendenzen der Gegenwart entschlossen entgegenzustellen.

Die Installation ist eine Kooperation der "Schulterschluss" Initiative Christian Springer mit dem Valentin-Karlstadt-Musäum, unterstützt von der Saubande, Valentin-Karlstadt-Förderverein, dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der Fachstelle für Demokratie, dem Bezirksausschuss 01 Altstadt/Lehel und der Stiftung Hubert Beck.

Ständig einsehbar im Innenhof des Isartors.

Eintrag zuletzt geändert am 26.04.2024

Weitere Informationen

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Ort: München