Die Tupperware von Bruegel, Aertsen & Co
Raerener und Rheinisches Steinzeug auf niederländischen Gemälden der Renaissance und des Barock
12.10.2025 - 06.01.2026 ,
Töpfermuseum Thurnau
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Steinzeug aus dem Rheinland war seit dem Mittelalter wesentlicher Bestandteil vieler Haushalte. Als Gebrauchsgeschirr findet es sich daher auf zahlreichen niederländischen und flämischen Gemälden der Renaissance und des Barock wieder – etwa bei Pieter Bruegel d. Ä., Jan Steen oder Peter Aertsen.
Was heute unsere „Tupperware“ ist, nannte man damals „Keulse potten“ - „Kölnische Pötte“. Das salzglasierte Steinzeug eignete sich hervorragend zur Vorratshaltung und wurde gerne als Schank- und Trinkgefäß genutzt. Es war extrem hart und bruchfest, geschmacks- und geruchsneutral, leicht auszuwaschen und säureresistent. Steinzeug war zwar teuer, aber oft auch über Generationen hinweg in Gebrauch.
Die Ausstellung im Töpfermuseum Thurnau präsentiert hochwertige Reproduktionen ausgewählter Gemälde in Originalgröße im Dialog mit rheinischem Steinzeug aus Siegburg, Köln, Frechen, Langerwehe, Raeren und dem Westerwald. So entsteht ein lebendiger Einblick in die Alltagswelt und Lebenswirklichkeit des 15. bis 17. Jahrhunderts.
Konzipiert wurde die Ausstellung vom Töpfereimuseum Raeren (Belgien) als Wanderausstellung. Zahlreiche Werke der niederländischen Genremalerei wurden dafür kunsthistorisch ausgewertet und mit den keramischen Objekten in Beziehung gesetzt.
Eintrag zuletzt geändert am 07.01.2026