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Museums-Menschen und Blaue Balkone

03.11.2023 - 22.12.2023 ,
Seidlvilla

Besondere Merkmale:
Freier Eintritt.
Barrierefreiheit
teilweise barrierefrei
Öffnungszeiten
Heute geöffnet 12:00-19:00 Uhr
Adresse
Nikolaiplatz 1 b
80802 München

Alexandra Pikunova präsentiert Werke aus der Serie „Der Balkon“, gefertigt in der Cyanotypie-Technik und durch eine kontrastierende freie Aquarelllinie ergänzt. Die Wahl dieser Technik war kein Zufall, wurde sie doch früher zum Kopieren von Architekturzeichnungen verwendet – für Pikunova bedeutet dies eine folgerichtige Rückkehr.

In ihren Arbeiten greift Pikunova häufig das Thema Architektur auf, „Der Balkon“ bildet da keine Ausnahme. Die Serie spiegelt die ersten Eindrücke der Künstlerin nach dem Umzug nach München wider. Balkone spielen hier eine besondere Rolle im Leben der Stadtbewohner*innen und sind oft der beliebteste Teil der Wohnung. Es ist ein Ort, an dem Menschen entspannen, essen, lesen und feiern. Und da dieser Teil der Wohnung der öffentlichste ist, verrät er viel über seine Besitzer*innen.

Besonders beeindruckend sind die Balkone brutalistischer Gebäude: Sie sind typischerweise sehr geräumig, mit massiven Strukturstützen und integrierten Betonbehältern für Pflanzen, was die Anlage ganzer Gärten ermöglicht. Darüber hinaus bestimmt der Balkon in diesen Gebäuden oft vollständig die Architektur der Fassade und wird zu deren Schlüsselelement.

Menschen im Museum sind das Thema von Ulrich Fischer. In seinen vorwiegend schwarz/weiß gehaltenen Arbeiten aus den Jahren 2022 und 2023 beobachtet er Museumsgäste im Spannungsfeld von Ausstellungsobjekten und Museumsarchitektur, wodurch neue, überraschende Sichten und Momente entstehen. Dieser Mensch-Objekt-Raum-Bezug bildet den Roten Faden der international entstandenen Fotografien.

Stilistisch bewegt sich die Reihe in der Bandbreite zwischen dokumentarischer und spontaner Fotografie. So lässt die seltene Lichtkonstellation bei „Aphrodite“ in der Glyptothek München Raum und Objekt im wahrsten Sinn des Wortes in einem anderen Licht erscheinen, was die Foto-Komposition dokumentarisch festhält. Zu vertieftem neuen Sehen wird eingeladen, weil das Museumsobjekt durch Perspektive, Licht und Tiefe in andere Zusammenhänge gestellt wird. Distanz schwindet, Nähe und Identifikation werden möglich.

Weitere Informationen

Zugehöriges Museum

Museum / Ausstellungshaus: Seidlvilla

Die Schwabinger Seidlvilla wurde 1905 als repräsentatives bürgerliches Anwesen von dem Architekten Emanuel von Seidl erbaut. In den 1970er verhinderte die Bürgerinitiative "Aktion Nikolaiplatz" den...

Ort: München