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Heinz Kreutz: Frankfurt, Paris, Penzberg

23.03.2024 - 23.06.2024 ,
Museum Penzberg – Sammlung Campendonk

Besondere Merkmale:
Museumsshop.

Der Maler Heinz Kreutz (1923–2016) ist vor allem für seine neoexpressionistischen und informellen
Gemälde und Zeichnungen bekannt. Er gehörte mit K.O. Götz, Otto Greis und Bernard
Schultze zum Kreis jener Künstler, die mit ihren ungegenständlichen Arbeiten neue Akzente
in der deutschen Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg setzten.
Zeit seines Lebens veränderte Kreutz immer wieder die eigene Technik und Ausdrucksform.
So entwickelte er ein facettenreiches Werk, das um die Ergründung der Eigenschaften von
Farben kreist und das scheinbar grundverschiedene geistige und ästhetische Vorbilder, von
Rubens über Goethe bis hin zu Schopenhauer, durch Bezugnahmen würdigt. Seine vielen
Reminiszenzen haben auch eine biografische Bewandtnis: Als junger Mann verbrachte Heinz
Kreutz nach kurzem Kriegsdienst in Stalingrad zwei Jahre verwundet im Lazarett. Durch kleine
Zigarettenbildchen lernte er die von den Nazis verfemte Kunst der Moderne kennen. Im
Grauen des Krieges waren ihm die Bilder von Monet, Kandinsky oder Cézanne offenbar ein
heilender Trost. Kreutz begann zu zeichnen und widmete sich ab Ende des Krieges der eigenen
Malerei. Nach seiner vom Schrecken geprägten Jugend gelang es ihm, mit seinen farbenfrohen
Werken und durch seine ungebrochene Motivation und Experimentierfreudigkeit
Deutschlands kulturellen Neuanfang mitzugestalten.

Weitere Informationen

Zugehöriges Museum

Museum / Ausstellungshaus: Museum Penzberg – Sammlung Campendonk

Der expressionistische Maler Heinrich Campendonk (1889–1957) steht im Zentrum des Museums Penzberg. Er kam 1911 aus dem Rheinland nach Bayern und wurde zum jüngsten Mitglied der Künstlergruppe „Der...

Ort: Penzberg