Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie
08.07.2026 - 07.08.2027 ,
Haus der Bayerischen Geschichte | Museum
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Wirtschaftliche Krisen und politische Gewalt bedrohen in den frühen 1920er Jahren die Weimarer Republik. Zum Brennpunkt wird Bayern. Hier erringen die Nationalsozialisten erste Erfolge, scheitern aber im November 1923 mit einem Putschversuch. Im Hochverratsprozess lässt die bayerische Justiz die Rädelsführer glimpflich davonkommen. Die Bayernausstellung zeigt den Kampf um die Demokratie Anfang der 1920er Jahre und wie sich darin der 1913 nach Bayern übersiedelte Adolf Hitler von der Zuschauer-, in die Statisten-, und schließlich in die Hauptrolle drängt.
Politische Bühnen der 1920er Jahre
Im Zeitalter der Massenkundgebungen führen die Protagonisten den Kampf um die Demokratie mit theatralischen, bereits von den Zeitgenossen als geradezu bühnenhaft wahrgenommenen, Auftritten. Schriftsteller wie Lion Feuchtwanger oder die Journalistin Paula Schlier verarbeiten diese Ereignisse frühzeitig in ihren Werken und beschreiben das bayerisch-politische Milieu als Nährboden des Nationalsozialismus. Deshalb fasst die rund 500 Quadratmeter große Ausstellung die prägenden Ereignisse im Brennpunkt Bayern in fünf Bühnenbildern zusammen und beleuchtet die zentralen Protagonisten: Wer gefährdet die Demokratie? Wer verteidigt sie? Wer wird von der Bühne gedrängt? Wer agiert im Hintergrund?
Blick hinter die Kulissen
Der Blick hinter die Kulissen zeigt die Radikalisierung der politischen Auseinandersetzungen nach der Revolution 1918, deckt die unrühmliche Rolle bayerischer Staatsvertreter im Krisenjahr 1923 auf, öffnet den Vorhang in die bürgerlichen Salons, enthüllt die Vernetzung der Rechtsextremisten und offenbart, warum die Niederschlagung des Hitler-Putsches 1923 nur ein vorläufiger Sieg der Demokratie ist.
Eintrag zuletzt geändert am 06.03.2026