Flieger. Reiner Zitta
25.05.2025 - 14.09.2025 ,
Luftmuseum Amberg
Wenn man den Künstler Reiner (mit „ei“) Zitta besucht, merkt man sehr bald, dass er ein „Zentraler Umkreisgestalter“ ist, wie er sich selber bezeichnet. Denn in der Pühlheimer Mühle, einer fast unwirklichen Zauberwelt und dem Arbeitszentrum von Reiner Zitta, wird gemalt auf Leinwänden, vorzüglich auf Holz aller Art sowie auf Papieren und Pappen, sogar sehr schön auf Dachpappe. Dies geschieht in Öl, Aquarell, auch Acryl, mit Malkreiden, Buntstiften und auch zeichnerisch mit dem profanen Kuli. Und es wird geklebt, gehämmert, gesägt, genagelt und mit Heftklammern geschossen. Denn er bastelt, bzw. erschöpft allerhand Wesen, diverse Erdenbewohner aber auch Außerirdisches, ja auch schier Unglaubliches. Eigentlich ist nichts vor ihm sicher aus dem er nicht, teilweise im Handumdrehen, etwas erschafft, das dann zuhauf in der Mühle herumsteht, hängt oder liegt. Auch rund um die Mühle sieht man ungläubig Zeichen seines immensen Schaffens. An die Bayerwald-Totenbretter erinnernde meterhohe Bretter aus denen oft Gestalten gesägt sind, Figuren aus Gips, Draht und Pappmaschee. Auch der Mensch an sich hat bei ihm eine große Bedeutung. Gesichter aus getrockneten Orangenscheiben, Eierkartons und sogar Fischdosen werden unter seinen Händen zu kleinen Fratzen. Ganz zu schweigen von seinen Wurzelresten, die er, weil er überall auch Leben entdeckt, mit Farbe, aufgeklebten bunten Kügelchen, zu seinen Wald- und Schutzgeistern erweckt.
Und er baut eben auch Flugzeuge! Eher Flugobjekte. Oder halt fliegendes Material. Meist ist ihnen Aerodynamik fremd. Oft sind sie einfach unbeschreiblich.
Eintrag zuletzt geändert am 20.01.2026