Conrad Westpfahl und Sigrid Kopfermann: Dynamik und Farbe
27.03.2026 - 19.07.2026 ,
Kunsthalle Schweinfurt
Zum 50. Todesjahr von Conrad Westpfahl (1891-1976) und in Erinnerung an die Malerin Sigrid Kopfermann (1923-2011) werden die Werke dieser beiden prägenden Stimmen der deutschen Nachkriegskunst im dialogischen Gegenüber präsentiert. Die Ausstellung setzt den programmatischen Schwerpunkt des Hauses auf die informelle Kunst konsequent fort und führt zugleich zwei Positionen zusammen, die auf unterschiedliche Weise nach einer eigenständigen abstrakten Bildsprache suchten. Beide Künstler stehen exemplarisch für jene Generation, die nach 1945 neue künstlerische Ausdrucksformen entwickelten, um auf die historischen Brüche, Erfahrungen und geistigen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts zu reagieren.
Conrad Westpfahl, geboren in Berlin, verbrachte seine letzten Lebensjahre in Wetzhausen bei Schweinfurt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Westpfahl jene monumentalen Kompositionen, für die er heute bekannt ist. Ein zentraler Teil seines Œuvres ist heute Bestandteil der städtischen Sammlung und wird immer wieder in wechselnden Ausstellungen präsentiert.
Die gebürtige Berlinerin Sigrid Kopfermann, eine Generation jünger, zählt ebenfalls zu den wichtigen Vertreterinnen des deutschen Informel. In den 1950er-Jahren entwickelte sie eine freie, abstrakte Malerei, in der Farbe zum zentralen Träger von Erfahrung und Empfindung wurde und sich aus Naturbeobachtung, Landschaftseindrücken und sinnlicher Wahrnehmung speist
Eintrag zuletzt geändert am 09.03.2026