100﬩ Synagogen in Deutschland
Eine Reise durch Jahrhunderte jüdischer Kultur
28.03.2026 - 01.11.2026 ,
Jüdisches Museum Franken in Fürth
- Museumscafé.
- Museumsshop.
Das Jüdische Museum Franken in Schnaittach präsentiert ab dem 28.3.26 die Ausstellung „100﬩ Synagogen in Deutschland“ von Alex Jacobowitz ein. Die Ausstellung ist ein eindrucksvolles Zeugnis jüdischer Präsenz, Vergangenheit – und Zukunft – in Deutschland.
Bereits im 4. Jahrhundert lebten Jüdinnen und Juden auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Mit dem Wachsen ihrer Gemeinden entstanden über die Jahrhunderte hinweg Synagogen – prachtvolle Gotteshäuser, einzigartig in Architektur und Ausdruck, erbaut zur Ehre ihres Schöpfers.
Franken, das eine kontinuierliche jüdische Ansiedlung vom Mittelalter bis zur Schoa erlebte, nimmt dabei eine besondere Stellung ein.
Während einige Synagogen Krieg und Zerstörung sowie die sogenannte „Arisierung“ (Enteignung) überstanden, wurden viele andere zerstört. Die nach 1945 noch bestehenden Synagogen wurden häufig zweckentfremdet oder abgerissen – weil niemand mehr da war, der sie brauchte.
Das Buch *100+ Synagogen in Deutschland* schildert die Gegenwart deutscher Synagogenkultur: jüdische Gebetshäuser, die seit über tausend Jahren erhalten geblieben sind, diejenigen, die umfunktioniert wurden und weiterhin das jüdische Erbe erkennen lassen, sowie neue Synagogen, die von den wiederbelebten Gemeinden erbaut wurden.
Die Ausstellung „100﬩ Synagogen in Deutschland“ zeigt eindrucksvoll, wie lebendig das jüdische Erbe heute wieder ist. Sie präsentiert über Jahrhunderte erhaltene Gebetshäuser, Synagogen, die neue Bedeutungen fanden und dennoch ihre Geschichte bewahren, sowie neue Bauten, errichtet von den wiedererstarkten jüdischen Gemeinden unserer Zeit.
Gezeigt wird die Ausstellung in der im 16. Jahrhundert errichteten Schnaittacher Synagoge. Sie basiert auf dem gleichnamigen Bildband, den Alex Jacobowitz zusammengestellt hat und der 2025 im Verlag Hentrich & Hentrich erschienen ist (Preis: 90 €).
Alex Jacobowitz, 1960 in den USA geboren, ist US-Amerikaner und Israeli sowie Xylophonvirtuose, spezialisiert auf traditionelle jüdische Musik. 2002/2003 war er als Kantor für die Jüdische Gemeinde Augsburg tätig. Von 2008 bis 2013 gehörte er dem Vorstand des Förderkreises Görlitzer Synagoge e.V. an. Heute engagiert er sich für jüdische Kultur, Musik und Literatur in Europa.
Eintrag zuletzt geändert am 23.04.2026