Der Ruf der Berge. Alphörner & Co.
10.05.2026 - 01.11.2026 ,
Hammerschmiede und Stockerhof Naichen
Was haben ein Besen, ein Spazierstock und ein Klo mit einem Alphorn gemeinsam? Dieser und vieler weiterer Fragen und Kuriositäten rund um das Alphorn geht das Museum Hammerschmiede und Stockerhof Naichen in seiner neuen Ausstellung „Der Ruf der Berge. Alphörner & Co.“ nach. Sie zeigt ausgewählte Stücke aus der Sammlung des Alphorn-Experten und Kurators Franz Schüssele.
Ihre Größe ist beeindruckend, ihr Klang unverwechselbar – Alphörner ragen in vielerlei Hinsicht heraus. Franz Schüssele ist Sammler, Musiker und Alphorn-Spezialist. Er besitzt mehr als 100 Natur- und Alphörner und damit eine der weltweit größten Privatsammlungen dieser Blasinstrumente. Ganz besondere Exponate – vom fast vier Meter langen Schweizer Alphorn über ein tibetisches Dung Cheng bis zum australischen Didgeridoo - zu sehen.
Hornähnliche Instrumente sind in vielen Kulturen verbreitet. Entlockte man den Instrumenten zunächst nur einfache Signale, so perfektionierte sich im Laufe der Geschichte ihre Herstellung bis zur heutigen Verwendung als vollwertige Musikinstrumente. Daher zeigt die Ausstellung zahlreiche aktuelle und historische Instrumente aus aller Welt. Besucherinnen und Besucher können Alphörner aus der Schweiz und Österreich mit bis zu vier Metern Länge bestaunen, ebenso wie Naturhörner aus Afrika, Zentralasien, Südamerika, Rumänien, Polen und Skandinavien. Auch Kuriositäten, wie ein Besenalphorn, ein Spazierstock-Alphorn und ein Klo-Alphorn in G, sind ausgestellt. Auch in Schwaben erfreuen sich Alphörner großer Beliebtheit. Evi Heigl von der Beratungsstelle für Volksmusik des Bezirks Schwaben hat dazu mit dem Museum einen eigenen Bereich konzipiert: Interessierte erfahren hier, wie verbreitet Alphörner im Allgäu sind. Denn in den 1950er-Jahren gelang es durch gezielte Fördermaßnahmen die Instrumente als regionale Besonderheit zu etablieren.
Eintrag zuletzt geändert am 13.05.2026