Korrespondenz und Resonanz - Eine Künstlerfreundschaft: Karlheinz Fritz und Herbert Schuster
17.07.2026 - 02.08.2026 ,
Dorfmuseum im Pfannerhaus
Kennengelernt hatten sich die beiden schon auf dem Gymnasium in Hohenschwangau, aber wirkliche Freunde wurden sie erst nach 1996. Zufällig hatten sie sich da wieder getroffen. Von da an verloren sie sich nie mehr aus den Augen, trafen sich gelegentlich und vor allem sandten sie sich regelmäßig Postkarten, die fast durchwegs künstlerisch gestaltet waren. Leider sind beide schon verstorben: Karheinz Fritz 2013, Herbert Schuster im vergangenen Jahr.
Neben einem großen Teil der kleinformatigen Arbeiten, die die Freunde ausgetauscht hatten, werden jeweils Werke gezeigt, die sie unabhängig von diesem Kontext geschaffen haben.
Der gebürtige Steingadener Herbert Schuster studierte an der Kunstakademie in München zunächst in der Bildhauerklasse. Nach Abschluss des Studiums unterrichtete über Jahrzehnte als Kunsterzieher am Willi-Graf-Gymnasium in München. Er bewahrte sich seine künstlerische Freiheit und schuf Radierungen, Hinterglasmalerei, Bronzegüsse, Gemälde, Aquarelle, experimentelle Keramik und großformatige Betonskulpturen. Das Herzstück seines Werkes ist aber eine Serie von Tuschezeichnungen, die er schlicht Die Sammlung nannte.
Karlheinz Fritz aus Schwangau machte in München eine Ausbildung zum Grund- und Hauptschullehrer, wobei sein Schwerpunkt auf dem Kunstunterricht lag. Die ersten Berufsjahre verbrachte er im Allgäu, dann führte ihn sein Zweitstudium zum Sprachheillehrer erneut nach München, wo er sich dann für sein weiteres Leben niederließ. Sein ausgeprägtes Interesse galt einerseits der Musik und andererseits vor allem der Malerei und der Fotografie. Er hat auch Möbel entworfen, viel gezeichnet und verschiedene Drucktechniken erlernt. Dabei hatte er immer eine Vorliebe und einen besonderen Blick für Strukturen in der Natur, für grafische Formen, für Absonderliches und Skurriles. So entdeckte er ein besonderes Feld der Fotografie, das er Sgrafiti und Schmuddelkunst nannte. Die Orte, an denen er diese Bilder gefunden hat - wie z.B. Laternenmaste, Plakatwände, Wartehäuschen - mögen Schmuddel-Ecken gewesen sein, aber die Ergebnisse zeigen eine subtile Ästhetik. Auch im künstlerischen Arbeiten von Fritz gibt es eine Serie und zwar die Stundenbücher, denen er sich täglich widmete.
Vernissage am Freitag 17. Juli 2026 um 19:30 Uhr
Die Ausstellung ist an folgenden 3 Wochenenden jeweils von 15 - 18 Uhr geöffnet:
18./19. und 25./26. Juli sowie am 1./2. August.
Eintritt frei. Das Museum ist während der Ausstellung geöffnet.
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Eintrag zuletzt geändert am 17.06.2026