Imperium Romanum
Den Römern auf der Spur
11.04.2026 - 23.08.2026 ,
Burgmuseum Parsberg
Wie schafften es die Römer, ein Reich über tausende Kilometer zu organisieren? Wie bauten sie Straßen, die bis heute Bestand haben? Und wie lebten Soldaten, Händler und Familien entlang der Grenze?
Im Mittelpunkt stehen römische Ingenieurskunst und Organisation. Besucher errichten einen Rundbogen und erleben, wie erst der Schlussstein Stabilität verleiht. Beim Straßenbau werden Kopfsteine nach römischem Prinzip verlegt – Grundlage für jahrhundertelange Haltbarkeit.
Auch die militärische Struktur wird anschaulich: Vom Contubernium bis zur Kohorte entsteht Schritt für Schritt eine Legion – und damit ein Einblick in die klare Organisation der römischen Armee.
Ausrüstung, Alltag und Identität
Wer wollte nicht schon einmal wissen, wie schwer die Ausrüstung eines Legionärs war? Helm (Galea), Schild (Scutum), Gladius und Pilum gehören ebenso dazu wie Marschgepäck, Werkzeuge und Kochgeschirr. Die Ausstellung zeigt: Ein Legionär war nicht nur Soldat, sondern auch Bauarbeiter und Handwerker.
Eine weitere Station widmet sich der römischen und keltischen Alltagskleidung. Tunika oder Braccae? Fibel oder Gürtel? Kleidung wird hier als Ausdruck von Identität, Rang und kulturellem Austausch verständlich.
Der Limes – Grenze und Begegnung
Ein zentrales Thema der Ausstellung ist der Raetische Limes. Er war keine durchgehende Mauer, sondern ein ausgeklügeltes System aus Wällen, Palisaden, Kastellen und Wachtürmen. Der Limes diente nicht nur der Abwehr, sondern auch der Kontrolle, Ordnung und dem Austausch zwischen Kulturen diesseits und jenseits der Grenze.
Mit der Station zu Castra Regina wird der Bogen in die Region geschlagen. Das römische Legionslager, aus dem sich das heutige Regensburg entwickelte, zeigt eindrucksvoll, wie dauerhaft römische Planung wirkte.
Die Navis Lusoria – Schnelligkeit auf dem Fluss
Ein besonderes Highlight ist das 1:10-Modell der „Navis Lusoria Regina“, eines spätrömischen Militär-Flussschiffes. Schlank, wendig und mit geringem Tiefgang war dieser Schiffstyp ideal für Patrouillen auf Donau und Rhein.
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Eintrag zuletzt geändert am 15.04.2026